{"id":37528,"date":"2023-06-22T18:41:40","date_gmt":"2023-06-22T16:41:40","guid":{"rendered":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/?page_id=37528"},"modified":"2023-06-29T12:46:16","modified_gmt":"2023-06-29T10:46:16","slug":"erfahrungsbericht-island-2018","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/erfahrungsberichte\/erfahrungsbericht-island-2018\/","title":{"rendered":"Erfahrungsbericht Island 2018"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p><em><a href=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/erfahrungsberichte\/\">Internship reports<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erasmus+ Internship in Iceland<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<div><div class=\"tag\">3 Monate<\/div> <div class=\"tag\">Iceland<\/div> <div class=\"tag\">2018<\/div> <div class=\"tag\">Design\/Kunst<\/div><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auswahl<\/strong> <\/h3>\n\n\n\n<p>Um ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Arbeit im k\u00fcnstlerischen Umfeld und einen Alltag au\u00dferhalb den Kursstrukturen einer Universit\u00e4t zu bekommen, entschied ich mich gegen ein Auslandssemester an der Kunsthochschule Reykjavik und f\u00fcr ein Praktikum. Nach Island wollte ich auf jeden Fall, das stand fest. Ich hatte schon vorher dar\u00fcber nachgedacht, dass es spannend w\u00e4re, nach dem Studium eine Werkstatt aufzubauen und dann neben der eigenen Arbeit anderen K\u00fcnstlern an zu bieten, ihnen bei der Umsetzung keramischer Projekte zu helfen. Daher hat mich die Idee einer Art-Residency sehr interessiert. So habe ich nach Internetauftritten von Kunstr\u00e4umen, Residency-Programmen und \u00e4hnlichem gesucht. Mehrere habe ich gefunden, die Fishfactory hatte mich am meisten \u00fcberzeugt da dort, laut deren Website regelm\u00e4\u00dfig Erasmuspraktikanten arbeiten, also vermutlich aufgefallen w\u00e4re, wenn da generell irgendetwas v\u00f6llig schief laufen w\u00fcrde und da es dort eine Keramikwerkstatt gibt. Anfangs gab es ein kurzes Bangen, da sie vor Ort normalerweise nur einen Praktikumsplatz f\u00fcr die Werkst\u00e4tten und einen f\u00fcrs B\u00fcro haben und diese normalerweise f\u00fcr 6 Monate laufen. Sie haben mir dann aber angeboten mich als K\u00fcnstler zu bewerben und als Praktikanten zu betreuen. Das hat auch vom angedachten Zeitraum von 3 Monaten her gut gepasst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Leben in der Art Residency<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die K\u00fcnstler und Praktikanten leben zusammen, jeweils zu viert, in zwei Wohngemeinschaften, drei Minuten Fu\u00dfweg entfernt von der Factory. Im Schnitt bleiben die K\u00fcnstler f\u00fcr 1-3 Monate, wodurch sich die Zusammensetzung der WG jeden Monat ge\u00e4ndert hat. Die Wohnungen  werden von dem Unternehmen gut verwaltet und gepflegt, jeder hat sein Zimmer und seine K\u00fchlschrankh\u00e4lfte, es gibt einen sehr effektiven Putzplan der offenbar nach vielem trial&amp;error sich so entwickelt hat, dass die meisten WG Konflikte gar nicht erst entstehen. Einmal pro Woche wird mit allen, die etwas kaufen m\u00f6chten, also vor allem Lebensmittel, in die n\u00e4chst gr\u00f6\u00dfere, 90 Minuten entfernte Stadt gefahren. In St\u00f6\u00f0varfj\u00f6r\u00f0ur gibt es zwar einen kleinen Laden, der hat aber nur das N\u00f6tigste und ist selbst f\u00fcr isl\u00e4ndische Verh\u00e4ltnisse teuer. Der Art-Space wurde in unfassbar idealistischer Arbeit von den dreien und einigen tempor\u00e4ren Helfern und Praktikanten im Geb\u00e4ude der ehemaligen, bei der Finanzkriese 2008 aufgegebenen Fischfabrik aufgebaut. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck haben sie behagliche R\u00e4ume und Infrastruktur geschaffen und dem kalten und zugigen Geb\u00e4ude Werkst\u00e4tten und Studios abgetrotzt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1885\" width=\"444\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image.png 592w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-300x228.png 300w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-16x12.png 16w\" sizes=\"(max-width: 444px) 100vw, 444px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Daneben gibt es eine Konzerthalle, ein gro\u00dfes gemeinsames Studio in dem jeder einen Tisch hat, ein privates Studio, eine Holzwerkstatt, eine Metallwerkstatt, eine Druckwerkstatt, eine Textilwerkstatt, ein gro\u00dfes Lager f\u00fcr alles m\u00f6gliche, aber vor allem Altmetall und nat\u00fcrlich die Keramikwerkstatt, wegen der ich hin wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Generell zur Betreuung kann ich sagen, es gab immer wieder R\u00fccksprachen und ich konnte mir wann immer n\u00f6tig Hilfe sowie Feedback holen. Verg\u00fctung gab es wie oben erw\u00e4hnt keine. Allerdings musste ich nichts f\u00fcr das Material oder die Benutzung der Werkst\u00e4tten zahlen. Die normalen Resident-Artists m\u00fcssen das allerdings schon. Gesprochen wurde haupts\u00e4chlich englisch, da die K\u00fcnstler aus aller Welt kommen, hat das Sinn gemacht. Neben meiner eigenen Arbeit war der Austausch mit den anderen Residents auch extrem interessant. Ich habe nun guten Kontakt mit K\u00fcnstlern aus England, Finnland, Italien, Spanien, Polen, Kenia. Die vielen Dialekte im Englischen waren auch sehr spannend zu beobachten: britisches, schottisches, amerikanisches und australisches Englisch k\u00f6nnen schon stark unterschiedlich klingen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Aufgabe<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Meine Aufgabe in der Factory bestand darin, einen Weg zu finden, keramische Glasuren aus lokalen und upgecycelte Rohstoffen her zu stellen. Diese Aufgabe hat sich als erstaunlich komplex entpuppt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1886\" width=\"446\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-1.png 594w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-1-300x194.png 300w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-1-18x12.png 18w\" sizes=\"(max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Beim Sichten der zu Verf\u00fcgung stehenden keramischen Materialien ist mir aufgefallen, das die Rohstoffe aus Norwegen importiert und von Reykjavik aus in Island weiter verkauft werden. Norwegen bezieht die Tonpulver, Massen und Glasuren allerdings \u00fcberwiegend aus Deutschland und so habe ich heraus gefunden, das es sich zum Beispiel beim dort verwendeten Ton um die Fertigmasse K112 von Sibelco handelt, Sibelco sitzt in Ransbach- Baumbach, das ist direkt neben H\u00f6hr-Grenzhausen. Der Ton kommt also genau von dem Ort, an dem ich studiere.<\/p>\n\n\n\n<p>So konnte ich dann auch eine Idee davon bekommen, warum ein 10kg Paket Ton nicht wie bei uns 6-8\u20ac, sondern umgerechnet 40-50\u20ac kostet. Mit den anderen Rohstoffen ist es \u00e4hnlich. Alles war mindesten 2-5 mal teurer. Als erstes habe ich mit Sibelco Kontakt aufgenommen und versucht eine direkte Belieferung auszuhandeln, was allerdings nicht geklappt hat, da sie verst\u00e4ndlicherweise ihren H\u00e4ndler in Reykjavik nicht tunneln wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade da Island eine Vulkaninsel ist, konnte ich mir aber auch nicht vorstellen, dass es unm\u00f6glich w\u00e4re, etwas hilfreiches direkt vor Ort zu finden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Idee<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ich habe mich \u00fcber die geologischen Gegebenheiten auf der Insel und die Zusammensetzungen der verschiedenen Gesteine informiert und \u00fcber Betonfirmen erkundigt, da ich der Ansicht war, irgendjemand w\u00fcrde vor Ort sicher Steine zu Staub zermahlen. Das hatte sich aber als Sackgasse herausgestellt da die lokalen Geologie-Institute verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig paranoid auf alle Ideen von Eingriffen in die Natur (Entnahme und Pulverisierung von Steinen&#8230;) reagiert haben und da die Betonindustrie vor Ort ungef\u00e4hr einen Monat bevor ich gekommen bin, den Betrieb \u00fcberwiegend eingestellt haben und von nun an ebenfalls alles importieren. Also habe ich mich \u00fcber Verfahren zur Steinzerkleinerung schlau gemacht und verschiedene M\u00f6glichkeiten durchgespielt. Ich habe noch nie zuvor eine wirkliche Maschine gebaut und hatte nur diverses, gut sortiert gelagertes Altmetall zur Verf\u00fcgung, das von der fr\u00fcheren Factory aber auch aus allen m\u00f6glichen anderen Quellen seinen Weg ins zugige Lager der Residency gefunden hatte.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1888\" width=\"444\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-3.png 592w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-3-300x229.png 300w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-3-16x12.png 16w\" sizes=\"(max-width: 444px) 100vw, 444px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Bei meinen Recherchen bin auf einen interessanten Ansatz gesto\u00dfen, der von amerikanischen Goldsuchern f\u00fcr den DIY-Enthusiasten optimiert und in diversen Anleitungen (zum abenteuerlichen Eigenbau) im Netz verbreitet wurde: Die Hammerm\u00fchle. Aus den vielen verschiedenenTutorials und industriellen Baupl\u00e4nen die ich finden konnte habe ich, soweit ich es durchschaut habe, das Grundprinzip extrahiert. Dann habe ich einen Plan entwickelt wie ich es mit dem vorhandenen Stahl umsetzen k\u00f6nnte und damit begonnen eine solche Steinm\u00fchle zu bauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Endeffekt habe ich \u00fcber einen Monat an der Maschine konstruiert und es hat schlie\u00dflich erstaunlich gut funktioniert. Habe ich einen Stein in die, von einem Winkelschleifer angetriebene und bedrohlich heulende Maschine gesteckt, so hat es kurz geklackert und dann in etwa das gleiche Ger\u00e4usch gemacht, wie wenn man die leere Plastikverpackung von mit Schokolade \u00fcberzogenen Butterkeksen in der Hand zerkn\u00fcllt. Dann war der Stein weg und die Maschine hat feines Pulver ausgespuckt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Ergebnis<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit der Maschine habe ich wei\u00dfes Altglas, Basaltsteine, ein anderes magnesiumhaltiges Gestein das ich nicht n\u00e4her bestimmen konnte so wie Muschelschalen (Calcium ist ein wichtiger keramischer Rohstoff) zerkleinert. Als f\u00e4rbendes Oxid habe ich haupts\u00e4chlich den Stahl-Staub (Eisenoxid) vom Arbeiten mit dem Winkelschleifer aus der Metallwerkstatt gesammelt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1889\" width=\"453\" height=\"563\" srcset=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-4.png 604w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-4-241x300.png 241w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-4-10x12.png 10w\" sizes=\"(max-width: 453px) 100vw, 453px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Au\u00dferdem habe ich schlie\u00dflich herausgefunden, dass der billigste Sand, den es im Baumarkt vor Ort gibt, im Prinzip auch reiner Basaltsand ist und aufgrund seiner Korngr\u00f6\u00dfe zwar nicht so gut f\u00fcr Glasuren funktioniert, aber daf\u00fcr prima als Schamotte (im Temperaturbereich des Ofens vor Ort) geeignet ist. Mischt man die keramische Masse selbst aus Tonpulver und dem isl\u00e4ndischen Basalt Sand, kann man so die Kosten mehr als halbieren. Um Testpl\u00e4ttchen herzustellen (und weil es ein unglaublich praktisches Werkzeug ist, das meiner Meinung nach in keiner Keramikwerkstatt fehlen sollte) habe ich au\u00dferdem aus dem vorhandenen Metall eine Strangpresse hergestellt (auch etwas, das ich noch nie zuvor getan habe).<\/p>\n\n\n\n<p>Als es schlie\u00dflich um das Brennen der ersten Glasuhrrohstoffe ging, gab es eine richtige Krisensitzung, da eine Keramikerin aus Reykjavik erz\u00e4hlt hat, das eine bestimmte Vulkanasche ihren kompletten Ofen zerst\u00f6rt hat. Die Tatsache das so etwas \u00fcberhaupt passieren kann war mir neu, wodurch ich mich berufen f\u00fchlte, mich \u00fcber die Zusammensetzung von Vulkanaschen zu informieren. Das Hauptproblem sind hier Chloride, die beim Brand frei werden und alle Metallteile im Ofen angreifen. Das galt es also peinlich genau zu ber\u00fccksichtigen, in H\u00f6hr-Grenzhausen h\u00e4tte ich es vermutlich einfach darauf ankommen lassen, aber dort kostet es ja auch mehr als zehnmal weniger einen Ofen zu reparieren und die Ersatzteile sind praktisch sofort verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Brenntemperatur des Ofens vor Ort war ebenfalls eine Herausforderung. 1020-1060\u00b0C ist f\u00fcr normale Gebrauchskeramik sehr niedrig, wodurch ich ein ad\u00e4quates, ungiftiges und vor allem in St\u00f6\u00f0varfj\u00f6r\u00f0ur g\u00fcnstig zu beschaffenens Flussmittel finden musste. Im ersten Ansatz habe ich mich mit Asche-Analysen auseinandergesetzt. In fr\u00fcherer Zeit wurde Kalium aus Pflanzenasche gewonnen. Kalium ist ein prima Flussmittel, das Problem hierbei war aber, dass Aschen das meiste Kalium in Form von Kaliumchlorid enthalten, also das \u201cb\u00f6se\u201d Chlor so wieder im Spiel w\u00e4re. W\u00e4scht man die Aschen, wird man die Chloride zwar los, aber auch das Kalium. Um diesen Ansatz weiter zu verfolgen h\u00e4tte ich einen Ofen ohne Metallteilen bauen und mit Gas oder \u00d6l befeuern m\u00fcssen, um Altglas mit Asche zu verschmelzen. So h\u00e4tte sich das Chlorid gel\u00f6st, das Kalium aber mit dem Glas verbunden. Den Vorgang nennt man Fritten, das Resultat w\u00e4re ein hoch kaliumreiches Glas mit extrem niedrigem Schmelzpunkt. Das zerkleinern des Fritten-Glases w\u00e4re dank meiner Maschine kein Problem gewesen und auch wenn die Steine f\u00fcr einen Ofenbau vorhanden gewesen w\u00e4ren, die Zeit daf\u00fcr war einfach zu kurz. Trotzdem bin ich sehr froh mich in diese Thematik eingearbeitet zu haben, ich hatte vorher von Aschen und von Frittenherstellung keine Ahnung.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1890\" width=\"449\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-5.png 598w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-5-300x192.png 300w, https:\/\/erasmuspraktika.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/image-5-18x12.png 18w\" sizes=\"(max-width: 449px) 100vw, 449px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Was es auf Island neben dem Sand aus dem Baumarkt ebenfalls extrem g\u00fcnstig gibt, ist Salz und Soda. Natrium ist wie Kalium ein g\u00e4ngiges Flussmittel, Salz (Natriumchlorid) schied wegen des Chlors aus, aber Soda ist Natriumcarbonat, der Kohlenstoff verdampft und stellt daher kein Problem da. Eigentlich h\u00e4tte man das Soda ebenfalls erst mit Glas zur Fritte verschmelzen m\u00fcssen, da es wasserl\u00f6slich ist. Wasserl\u00f6sliche Stoffe werden selten f\u00fcr Glasuren verwendet, da es unvorhersehbar ist, wie das Wasser beim Trocknen durch die Glasurschicht und den Ton wandert und daher auch absolut nicht bestimmbar ist wo sich das darin gel\u00f6ste Natrium dann so ablagert. Aber diesen Kompromiss konnte ich eingehen. Die vor Ort verwendete Masse h\u00e4tte ohnehin h\u00f6her gebrannt werden m\u00fcssen, da hat ein wenig Natrium, das mitunter auch mal den Schmelzpunkt der Masse selbst etwas nach unten zieht, nicht geschadet.<\/p>\n\n\n\n<p>So habe ich im letzten Monat ein vierdimensionales Testsystem aus Basaltsand, Recycling Glas, Ton und Muschelkalk erstellen k\u00f6nnen, davon ausgehend dann auch einige sinnvolle Basisglasuren entwickelt und sogar einige kleine k\u00fcnstlerische Arbeiten ausprobieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fazit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Insgesamt eine der besten Entscheidungen, die ich je gemacht habe. Wenn man mit der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Abgeschiedenheit klarkommt, definitiv zu empfehlen. Planung muss mit genug Vorlauf angegangen werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/erfahrungsberichte\/\">Weitere Erfahrungsberichte lesen<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfahrungsberichte Erasmus+ Praktikum in Island 3 Monate Island 2018 Design\/Kunst Auswahl Um ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Arbeit im k\u00fcnstlerischen Umfeld und einen Alltag au\u00dferhalb den Kursstrukturen einer Universit\u00e4t zu bekommen, entschied ich mich gegen ein Auslandssemester an der Kunsthochschule Reykjavik und f\u00fcr ein Praktikum. Nach Island wollte ich auf jeden Fall, das stand fest. Ich [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"parent":1895,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-37528","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/37528"}],"collection":[{"href":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37528"}],"version-history":[{"count":33,"href":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/37528\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37725,"href":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/37528\/revisions\/37725"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1895"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37528"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}