{"id":37622,"date":"2023-06-29T11:02:11","date_gmt":"2023-06-29T09:02:11","guid":{"rendered":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/?page_id=37622"},"modified":"2023-06-29T12:34:23","modified_gmt":"2023-06-29T10:34:23","slug":"erfahrungsbericht-schweden-2022","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/erfahrungsberichte\/erfahrungsbericht-schweden-2022\/","title":{"rendered":"Erfahrungsbericht Schweden 2022"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p><em><a href=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/erfahrungsberichte\/\">Internship reports<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Praktikum bei Front Design in Stockholm<\/h1>\n\n\n\n<div><div class=\"tag\">6 Monate<\/div> <div class=\"tag\">Sweden<\/div> <div class=\"tag\">2022<\/div> <div class=\"tag\">Innenarchitektur<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Ich habe mich dazu entschieden mein praktisches Auslandssemester f\u00fcr sechs Monate in einem kleinen Produkt- und M\u00f6beldesignb\u00fcro in Stockholm, Schweden, zu absolvieren. Zu Beginn meiner Bewerbungsphase f\u00fcr das obligatorische Praxissemester in der Fachrichtung Innenarchitektur an der Hochschule Trier, habe ich mir die Frage gestellt, was ich von meiner Zeit in einem fremden, neuen Land mitnehmen m\u00f6chte und welche Erfahrungen mich auf meinem Weg als zuk\u00fcnftige Innenarchitektin best\u00e4rken k\u00f6nnten. Da mich die skandinavische Designwelt, und insbesondere der schwedische Designstil, sehr interessieren und mich der Minimalismus und die handwerklichen Kenntnisse der Skandinavier sehr beeindrucken, startete ich meine Suche nach einem Praktikumsplatz in Kopenhagen, Stockholm und Oslo. Es war mir bei der Suche besonders wichtig ein B\u00fcro zu finden, welches sich auf Produkt- und M\u00f6beldesign spezialisiert. In dem Studiengang Innenarchitektur an der Hochschule Trier fokussiert sich ein Teil der Lehre auf das Designen von M\u00f6belst\u00fccken. Da mich dieser Bereich immer besonders interessiert hat, nahm ich mir vor, mit diesem Praktikum festzustellen, ob ich mich eventuell in Zukunft auf diesem Gebiet spezialisieren m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Suche nach Designstudios in Stockholm bin ich dann auf das Designstudio Front Design gesto\u00dfen. Mich haben die Webseite und die dort pr\u00e4sentierten Projekte direkt angesprochen und ich habe mich sehr schnell dazu entschieden das Studio anzuschreiben. Nach ein paar Wochen kam dann eine Antwort auf meine Bewerbung und es wurde ein Termin f\u00fcr ein Skype-Gespr\u00e4ch vereinbart. Da das Studio in Stockholm liegt und die Mitarbeiterinnen alle schwedischer Herkunft sind, verlief die Kommunikation zu Beginn ausschlie\u00dflich auf Englisch. Aus diesem Grund war ich vor dem Gespr\u00e4ch sehr nerv\u00f6s, da ich seit l\u00e4ngerer Zeit keine Unterhaltung mehr auf Englisch gef\u00fchrt hatte. Zu meinem Gl\u00fcck stellte sich heraus, dass die Assistentin, mit welcher ich das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte, in Deutschland studiert hat und daher auch auf Deutsch mit mir kommunizieren konnte. Somit l\u00f6ste sich die anf\u00e4ngliche Anspannung schnell auf und es entstand ein angenehmes Gespr\u00e4chsklima zwischen uns. Ich bin mit einem sehr guten Gef\u00fchl aus dem Gespr\u00e4ch gegangen und habe dann auch nach ein paar Tagen die Zusage bekommen, dass ich f\u00fcr die Praktikumsstelle angenommen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Studio Front Design liegt im Herzen Stockholms und ist daher sehr gut mit der Tunnelbana (Metro) erreichbar. Da in der Designwelt das Arbeiten an neuen und aktuellen Projekten meistens geheim gehalten werden muss, ist das gesamte Studio mit langen Vorh\u00e4ngen umh\u00fcllt. Somit wird der Einblick in die Innenr\u00e4ume von der Stra\u00dfe aus verhindert. Die \u00e4u\u00dfere Erscheinung des Geb\u00e4udes ist daher eher unscheinbar. Im Inneren befinden sich die R\u00e4ume einer wundersch\u00f6nen alten Druckerei, welche neugestaltet und zu dem heutigen Studio umfunktioniert wurden. Die beiden Mitgr\u00fcnderinnen Anna Lindgren und Sofia Lagerkvist lernten sich schon im Laufe ihres Industriedesign-Studiums an der Universit\u00e4t Stockholm kennen und arbeiten seitdem zusammen an ihren ausgefallenen und experimentierfreudigen Projekten. Das Front Design Team wird durch die dritte Mitarbeiterin vervollst\u00e4ndigt, welche die Assistentin der beiden Designerinnen ist. Diese ist ebenfalls f\u00fcr die Praktikant*innenbetreuung zust\u00e4ndig. Das Studio fokussiert sich auf Produktdesign und hat schon mit vielen gro\u00dfen und bekannten Designunternehmen zusammengearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ich als sehr positiv empfunden habe ist, dass ich nicht die einzige Praktikant*in im Studio war. Im Laufe meiner sechs Monate bei Front Design haben mich verschiedene Menschen begleitet und sich immer wieder abgewechselt. Wir waren immer zwei bis vier Praktikant*innen und hatten dadurch immer jemanden mit dem wir zusammenarbeiten und Zeit verbringen konnten. Die anderen Praktikanten*innen waren alle aus unterschiedlichen L\u00e4ndern, was eine gro\u00dfe Internationalit\u00e4t im Studio f\u00f6rderte. Die Arbeitssprache war daher die meiste Zeit Englisch. Nur bei manchen Aufgaben oder Erkl\u00e4rungen hat die Assistentin teilweise zu Deutsch gewechselt, da es schneller und einfacher war Dinge zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem Prozess der Ideenfindung und des anf\u00e4nglichen Brainstormings arbeiten Anna und Sofia meistens alleine, da ihren Kunden sehr wichtig ist, dass die Designs und der Ursprung der Ideen von den beiden Designerinnen stammen, welche die Marke und das Studio Front Design verk\u00f6rpern. Im weiteren Arbeitsprozess, bei welchem es sich um das Weiterentwickeln und Experimentieren, bis zur Finalisierung des Entwurfs handelt, werden die Praktikant*innen mit eingebunden. Zu meinen grundlegen Aufgaben z\u00e4hlten dabei die Umsetzung von handangefertigten Zeichnungen in 3D-Modelle mit dem Zeichenprogramm Rhinoceros, das Experimentieren mit verschiedenen Materialm\u00f6glichkeiten, das Bauen von Ma\u00dfstabsmodellen und Mockups von M\u00f6beln, und viele weitere spezielle Aufgaben, welche sich auf die individuellen Projekte bezogen. Insgesamt habe ich mit vielen neuen Programmen gearbeitet und sehr viel praktische Erfahrung zur M\u00f6belkonstruktion und -entwicklung gesammelt, welche ich im weiteren Verlauf meines Studiums sicherlich anwenden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Projekt, an dem ich den Gro\u00dfteil meines Praktikums gearbeitet habe, tr\u00e4gt den Namen \u201eDesign by Nature\u201c. Die in Kooperation mit den Marken Moroso und Kvadrat Febrik entwickelten M\u00f6bel und Stoffe sind, wie der Titel schon andeutet, durch die Natur Schwedens inspiriert. Mein Praktikum hat damit begonnen, dass ich mit einer anderen Praktikantin in einen der zahlreichen Nationalparks, welche sich im Umkreis von Stockholm befinden, fahren und Materialien aus der Natur f\u00fcr einen \u201enature-table\u201c sammeln musste. Des Weiteren bestanden unsere Aufgaben f\u00fcr dieses Projekt darin, Videos von Schatten von B\u00e4umen und Pflanzen aufzunehmen, welche f\u00fcr eine sp\u00e4tere Projektion in einer Ausstellung in Mailand verwendet wurden. Generell fokussierte sich meine erste Phase des Praktikums auf das Hinarbeiten auf diese besagte Ausstellung, welche sehr wichtig f\u00fcr das Studio und dessen weitere Laufbahn in der Designwelt war. Ich arbeitete viel mit den einzelnen Stoffen und \u00fcberlegte gemeinsam mit den beiden Designerinnen und der Assistentin wie man diese am besten in der fertigen Ausstellung pr\u00e4sentieren k\u00f6nnte. Allgemein hat die Arbeit an diesem Projekt sehr viel Spa\u00df gemacht und ich habe viele neue Dinge \u00fcber die Vorbereitung von Ausstellungen und das pr\u00e4sentieren eigener Arbeiten und Objekte gelernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer der negativen Aspekte am Praktikum bei Front Design war, dass die Praktikant*innen nicht bezahlt wurden. Da die Lebenshaltungskosten in Schweden und Skandinavien allgemein h\u00f6her als in Deutschland sind und die Kosten f\u00fcr eine Unterkunft in Stockholm ebenfalls sehr hoch sind, kann es sein, dass es sich nicht jede*r leisten kann ohne Gehalt in Stockholm ein Praktikum zu absolvieren. Das Erasmus+ Programm ist eine gro\u00dfe Hilfe, da die Preisgruppen an die jeweiligen L\u00e4nder angepasst sind. Dennoch deckt der Betrag gr\u00f6\u00dftenteils nur die Kosten der Unterkunft und ist nicht ausreichend f\u00fcr die allgemeinen Alltagsausgaben. Zur Wohnungssuche in Stockholm ist allgemein noch zu sagen, dass man rechtzeitig damit anfangen sollte nach einem Zimmer\/ einer Wohnung zu suchen. Facebook-Gruppen k\u00f6nnen dabei eine gro\u00dfe Hilfe sein und ebenfalls die Webseite \u201eblocket\u201c. Ich pers\u00f6nlich habe zu Beginn in verschiedenen Airbnbs gelebt, was hier in Stockholm anscheinend f\u00fcr l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume ganz normal ist. Man lebt meistens mit einer Familie oder dem Vermieter zusammen, was vielleicht nicht f\u00fcr jeden etwas ist, mir aber gut gefallen hat, da man auch Einheimische und die schwedischen Sitten besser kennenlernen kann. Nach zwei Monaten hatte ich das Gl\u00fcck \u00fcber eine Freundin eine Wohngemeinschaft, 20 Minuten von der Innenstadt entfernt, zu finden. Die WG war sehr international, da alle sechs Mitbewohner unterschiedlicher Herkunft waren und ich hatte gro\u00dfes Gl\u00fcck f\u00fcr die letzten vier Monate meiner Zeit in Stockholm dort wohnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend kann ich nur jedem empfehlen ein Praxissemester im Ausland zu absolvieren. Es ist immer eine Bereicherung f\u00fcr einen selbst eine neue Sprache, eine neue Kultur und neue Menschen kennenzulernen. In meiner Zeit habe ich sehr viele unterschiedliche und wundervolle Charaktere getroffen. Au\u00dferdem hat mir dieser sechsmonatige Einblick in die Arbeit eines Designstudios geholfen, meine Zukunft und meine Ziele weiter zu formen und zu definieren. Ich hatte eine sehr sch\u00f6ne Zeit und m\u00f6chte Schweden und Stockholm auf jeden Fall wiedersehen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/erasmuspraktika.de\/en\/erfahrungsberichte\/\">Weitere Erfahrungsberichte lesen<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfahrungsberichte Praktikum bei Front Design in Stockholm 6 Monate Schweden 2022 Innenarchitektur Ich habe mich dazu entschieden mein praktisches Auslandssemester f\u00fcr sechs Monate in einem kleinen Produkt- und M\u00f6beldesignb\u00fcro in Stockholm, Schweden, zu absolvieren. 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