Förderfähige Personen

Bewerber(innen) dürfen für Auslandsaufenthalte in einem Programmland oder Partnerland gefördert werden, welches nicht das Land der entsendenden Hochschule und zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Grant Agreement nicht ihr Hauptwohnsitzland ist.


Studierende

Voraussetzung für ein Stipendium ist die Immatrikulation an einer Hochschule des Konsortiums. Die Studierenden müssen ein vollständiges Studium in Deutschland absolvieren, das zu einem anerkannten Abschluss führt.
Gast- und Austauschstudierende können keinen ERASMUS-Zuschuss erhalten!

Folgende Studienleistungen müssen bei Antritt des Praktikums bereits erbracht sein:

Bachelorstudiengänge:

Es müssen mindestens die ersten beiden Semester der Regelstudienzeit erfolgreich absolviert worden sein.

Masterstudiengänge:

Können ab dem ersten Semester gefördert werden. Bei der Promotion muss eine Bestätigung der Hochschule eingereicht werden.


Graduierte

Graduierte können innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten nach Exmatrikulation über ERASMUS+ gefördert werden (aufgrund der aktuellen Situation der Pandemie wird dieser Zeitraum auf 18 Monate verlängert). Voraussetzung für ein Stipendium ist ein abgeschlossenes Studium an einer Hochschule des Konsortiums. Die Teilnehmenden müssen ein vollständiges Studium in Deutschland absolviert haben und einen anerkannten Abschluss vorweisen.

Die Bewerbung (online) muss vor der Exmatrikulation eingehen.

Förderfähige Praktika

Folgende Praktika können gefördert werden:

  • Pflichtpraktika (z.B. Praxissemester)
  • Freiwillige Praktika
  • Praktischer Teil einer Abschlussarbeit

Praktikumszeitraum:

  • Minimum 60 Tage bis Maximum 360 Tage

Mehrfachförderung:

  • Bachelor: Erasmus Praktikum und/oder Erasmus Studium = 360 Tage
  • Master: Erasmus Praktikum und/oder Erasmus Studium = 360 Tage
  • Promotion: Erasmus Praktikum und/oder Erasmus Studium = 360 Tage

Es handelt sich um Kalendertage, d.h. inklusive Sonn- und Feiertage. Jeder Kalendermonat wird allerdings mit höchstens 30 Tage gerechnet.

Eine Förderung im Programm ERASMUS+ Praktikum ist während des Bachelor- und des Masterstudiengangs sowie der Promotion möglich. Insgesamt stehen jeweils 360 Tage Förderzeitraum (inkl. Zero Grant) zur Verfügung, die man in Studien- und/oder Praktikaaufenthalte aufteilen kann, d.h. es können auch mehrere kürzere Praktika (Minimum 60 Tage vom ersten bis zum letzten Arbeitstag) in unterschiedlichen Unternehmen während der einzelnen Studienzyklen absolviert werden.

Bei einer Förderung nach Beendigung des Studiums (Graduierte) wird der Förderzeitraum des vorangegangenen Studienzyklus bei der Berechnung des Förderzeitraumes mitberücksichtigt. D.h. es stehen inklusive Förderung während des Studiums und nach dem Studium (bis 360 Tage nach Hochschulaustritt) insgesamt 360 Tage für die ERASMUS-Förderung zur Verfügung.

Beispiel:
180 Tage ERASMUS Studium + 90 Tage ERASMUS Praktikum = 270 Tage Förderung während des Studiums, folglich bleiben 90 Tage für die ERASMUS-Förderung als Graduierte/r.

Einrichtungen für Praktika

Beispiele für aufnehmende Einrichtungen für Praktika:

  • Öffentliche und private kleine, mittlere oder große Unternehmen (einschließlich gemeinwirtschaftlicher Unternehmen)
  • Lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen
  • Sozialpartner oder ein sonstiger Vertreter des Arbeitsmarktes (u.a. Handelskammern, Handwerks- oder Berufsverbäde und Gewerkschaften)
  • Forschungseinrichtungen/Hochschulen
  • Stiftungen
  • Schulen/Institute/Bildungszentren (vom Vorschulbereich über die Sekundarstufe II einschließlich Einrichtungen bis zur Berufs- und der Erwachsenenbildung)
  • Gemeinnützige Organisationen, Verbände, Nichtregierungsorganisationen
  • Laufbahnberatungs-, Berufsberatungs- und Informationsstellen

Folgende Organisationen kommen nicht als aufnehmende Einrichtungen für Praktika in Betracht:


Eine Praktikumsstelle finden

Um Sie bei der Suche nach einem Praktikumsplatz zu unterstützen, haben wir eine Sammlung von Praktikumsbörsen zusammengestellt. Dort finden sich z.B. auch hilfreiche Tipps zur Wohnungssuche. 

Auf Wunsch senden wir Ihnen auch Listen mit Kontaktadressen zu, bei denen in den letzten Jahren bereits Praktika absolviert wurden. Geben Sie dazu in der Online-Bewerbung an, dass Sie bei der Praktikumssuche Unterstützung wünschen und wir senden Ihnen die entsprechenden Unternehmenslisten zeitnah zu.

Partnerhochschulen

  • Cusanus Hochschule
  • Technische Hochschule Bingen
  • Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz
  • Hochschule Kaiserslautern
  • Hochschule Koblenz
  • Hochschule Ludwigshafen
  • Hochschule für öffentliche Verwaltung
  • Hochschule Trier
  • Theologische Fakultät Trier
  • Universität Trier
  • WHU – Otto Beisheim School of Management
  • Hochschule Worms
  • Hochschule der Bildenden Künste
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Auswahlkriterien

Die Vergabe des Stipendiums wird nach folgenden Kriterien entschieden:

  • Erfüllt die/der Bewerber/in die Voraussetzungen?
  • Wurde die Online-Bewerbung rechtzeitig vor Beginn des Praktikums durchgeführt?
  • Liegen die erforderlichen Unterlagen rechtzeitig vor Beginn des Praktikums vor? (siehe Bewerbung)
  • Ist die Mindestdauer von 60 Tagen erfüllt?
  • Ist das angestrebte Praktikum studienbezogen und studienfördernd?
  • Wird das Praktikum von der Hochschule empfohlen und fachlich unterstützt? Dies wird durch die Unterschrift der Hochschule (sending institution) auf dem Learning Agreement (Downloads) bestätigt. Auch Graduierte, die nach Ende des Studiums gefördert werden möchten, benötigen die Unterschrift der ehemaligen Hochschule auf dem Dokument!
  • Handelt es sich um ein Vollzeitpraktikum?
  • Wird das Praktikum in einem Unternehmen absolviert, wo gefördert werden kann?
  • Sind im Unternehmen mehr Festangestellte als Praktikanten beschäftigt?
  • Liegt die monatliche Netto-Vergütung unter dem Grenzwert?
  • Besteht zum geplanten Praktikumsbeginn ein ausreichender Versicherungsschutz? (siehe Versicherungen)

Teilzeitpraktika, z.B. in Kombination mit einem Studium an einer europäischen Hochschule, können nicht über das Programm ERASMUS+ (Auslandspraktikum) gefördert werden, sondern müssen im Akademischen Auslandsamt der Heimathochschule eventuell über das Programm ERASMUS+ (Auslandsstudium) beantragt werden.

Verpflichtende Versicherungen

Mit einem Erasmus+ Stipendium ist keinerlei Versicherungsschutz verbunden. Weder die EU-Kommission, die Nationale Agentur DAAD noch die Agentur für internationale Hochschul-Mobilität Rheinland-Pfalz haften für Schäden, die aus Krankheit, Tod, Unfall, Verletzung von Personen, Verlust oder Beschädigung von Sachen im Zusammenhang mit einem Erasmus+ Auslandsaufenthalt entstehen.

Die Agentur für internationale Hochschul-Mobilität Rheinland-Pfalz ist verpflichtet, den ausreichenden Versicherungsschutz der Geförderten sicherzustellen. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass Sie im Bewerbungsformular die Angaben zur Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung machen.

Teilnehmende sollten im Besitz einer europäischen Krankenversicherungskarte sein. Diese kostenlose Karte eröffnet den Zugang zu medizinisch notwendigen Leistungen des öffentlichen Gesundheitswesens in den EU-Ländern sowie Island, Liechtenstein und Norwegen, zu den gleichen Bedingungen und Kosten, die auch für die Bürger des jeweiligen Landes gelten. Weitere Informationen sind zu finden unter ec.europa.eu/social/main.jsp.

Für Praktika/Praxisaufenthalte ist der Abschluss einer Unfallversicherung für Schäden, die der Begünstigte am Arbeitsplatz erleidet, und einer Haftpflichtversicherung für die Schäden, die der Begünstigte am Arbeitsplatz verursacht, verpflichtend.

Für alle Teilnehmenden am Erasmus+ Programm (auch Absolventen/Graduierte) besteht die Möglichkeit, in die Gruppenversicherung des DAAD aufgenommen zu werden, die einen umfassenden Versicherungsschutz bietet.
Weitere Informationen hierzu erhalten Sie bei der Versicherungsstelle des DAAD.

Sprachförderung

Zur Feststellung der Fremdsprachenkompetenz von Studierenden sind verpflichtende OLS-Sprachtests in der Arbeitssprache (Angabe im Learning Agreement for traineeships) vor und nach der Mobilität eingeführt worden (Ausnahme: Muttersprachler*innen).

Die Lizenzen für Sprachtests werden erst nach Vergabe des ERASMUS-Stipendiums freigeschaltet.
Das Ergebnis des Tests hat somit keine Auswirkungen auf die Bewilligung.

Sprachen:

Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch, Bulgarisch, Dänisch, Estnisch, Finnisch, Griechisch, Irisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch und Ungarisch.

Online-Sprachkurse

Je nach Sprachniveau werden kostenlose Lizenzen verteilt, um an einem Online-Sprachkurs teilnehmen zu können.
Bis zu einem Sprachniveau von B1 werden die Kurslizenzen automatisch in der Arbeitssprache zugeteilt.
Wird im Sprachtest mit einem Niveau von B2 oder höher abgeschlossen, kann der Sprachkurs auch in der jeweiligen Landessprache (sofern verfügbar) genutzt werden.

Beispiel:
Wenn Sie ein Praktikum in Dänemark mit der Arbeitssprache Englisch machen und den Test mit C1 abgeschlossen haben, können Sie auf Änfängerniveau (A1) den Dänischkurs belegen.

Die Sprachkurse dienen der Verbesserung der Fremdsprachenkompetenz und sind freiwillig.

Mehr Informationen gibt es unter www.erasmusplusols.eu.

Sonderförderung

Alleinerziehende

Sollten Sie als Alleinerziehende/r ein oder mehrere Kinder zum Auslandsaufenthalt mitnehmen wollen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Geförderte mit Behinderung

Zusätzlich zum regulären Erasmus+ Mobilitätszuschuss für Studien- oder Praktikumsaufenthalte bzw. für Lehr- oder Fortbildungsaufenthalte im Ausland können Teilnehmende mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 30 einen Erasmus+ Sonderzuschuss beantragen.

Bei der Vorbereitung Ihres Erasmus+ Aufenthalts bitten wir um Bekanntgabe Ihrer Situation, sowie um Einschätzung der Mehrkosten, die voraussichtlich bei Ihrer Erasmus+ Mobilität bzw. im Gastland entstehen.

Welche Bedürfnisse haben Sie?

Benötigen Sie eine barrierefreie Unterkunft, Unterstützung bei der Reise, medizinische Betreuung im Ausland, Adaptierung von Lernmaterialien, eine Begleitperson, etc.?
Je nach finanziellem Mehrbedarf können Sie einen einmaligen Zuschuss (mind. GdB 30) beantragen oder spätestens 2 Monate vor Praktikumsbeginn einen personenbezogenen Antrag („Langantrag“; mind. GdB 50) über zusätzliche Mittel von bis maximal 10.000 € stellen. Um einen Mehrbedarf geltend zu machen, wenden Sie sich bitte an die a.i.m. rlp, welche den Antrag mit Ihnen erarbeitet und anschließend bei der NA DAAD einreicht.

Weiterführende Informationen:

Generelle Informationen finden Sie auf den Internetseiten der NA DAAD.
Werfen Sie auch einen Blick auf mapped.eu, eine vom Erasmus Student Network (ESN) entwickelte Online-Plattform, in der Hochschuleinrichtungen ihre Zugangsmöglichkeiten beschreiben können. Das toolkit wurde von Studierenden für Studierende entwickelt und enthält Tipps und Hinweise zur Unterstützung Ihrer Vorbereitung auf einen Erasmus+ Aufenthalt.