Experience reports

On the following page, we have compiled interesting experience reports from students.
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Experience report Iceland
Erasmus+ Internship in Iceland

3 months 2018

Experience report Ireland
Forschungspraktikum in Limerick, Irland

6 months 2021-2022

Erfahrungsbericht Österreich
Praktikum im Magistrat in Wien, Österreich

2 Monate 2021

Erfahrungsbericht Ungarn
Praktikum bei einer NRO zu Klimaschutz und Klimawandel, Ungarn

3 Monate 2021

Erfahrungsbericht U.K.
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Erasmus+ Internship in Iceland (3 Monate 2018)

Auswahl

Um ein Gefühl für die Arbeit im künstlerischen Umfeld und einen Alltag außerhalb den Kursstrukturen einer Universität zu bekommen, entschied ich mich gegen ein Auslandssemester an der Kunsthochschule Reykjavik und für ein Praktikum. Nach Island wollte ich auf jeden Fall, das stand fest. Ich hatte schon vorher darüber nachgedacht, dass es spannend wäre, nach dem Studium eine Werkstatt aufzubauen und dann neben der eigenen Arbeit anderen Künstlern an zu bieten, ihnen bei der Umsetzung keramischer Projekte zu helfen. Daher hat mich die Idee einer Art-Residency sehr interessiert. So habe ich nach Internetauftritten von Kunsträumen, Residency-Programmen und ähnlichem gesucht. Mehrere habe ich gefunden, die Fishfactory hatte mich am meisten überzeugt da dort, laut deren Website regelmäßig Erasmuspraktikanten arbeiten, also vermutlich aufgefallen wäre, wenn da generell irgendetwas völlig schief laufen würde und da es dort eine Keramikwerkstatt gibt. Anfangs gab es ein kurzes Bangen, da sie vor Ort normalerweise nur einen Praktikumsplatz für die Werkstätten und einen fürs Büro haben und diese normalerweise für 6 Monate laufen. Sie haben mir dann aber angeboten mich als Künstler zu bewerben und als Praktikanten zu betreuen. Das hat auch vom angedachten Zeitraum von 3 Monaten her gut gepasst.

Leben in der Art Residency

Die Künstler und Praktikanten leben zusammen, jeweils zu viert, in zwei Wohngemeinschaften, drei Minuten Fußweg entfernt von der Factory. Im Schnitt bleiben die Künstler für 1-3 Monate, wodurch sich die Zusammensetzung der WG jeden Monat geändert hat. Die Wohnungen werden von dem Unternehmen gut verwaltet und gepflegt, jeder hat sein Zimmer und seine Kühlschrankhälfte, es gibt einen sehr effektiven Putzplan der offenbar nach vielem trial&error sich so entwickelt hat, dass die meisten WG Konflikte gar nicht erst entstehen. Einmal pro Woche wird mit allen, die etwas kaufen möchten, also vor allem Lebensmittel, in die nächst größere, 90 Minuten entfernte Stadt gefahren. In Stöðvarfjörður gibt es zwar einen kleinen Laden, der hat aber nur das Nötigste und ist selbst für isländische Verhältnisse teuer. Der Art-Space wurde in unfassbar idealistischer Arbeit von den dreien und einigen temporären Helfern und Praktikanten im Gebäude der ehemaligen, bei der Finanzkriese 2008 aufgegebenen Fischfabrik aufgebaut. Stück für Stück haben sie behagliche Räume und Infrastruktur geschaffen und dem kalten und zugigen Gebäude Werkstätten und Studios abgetrotzt.

Daneben gibt es eine Konzerthalle, ein großes gemeinsames Studio in dem jeder einen Tisch hat, ein privates Studio, eine Holzwerkstatt, eine Metallwerkstatt, eine Druckwerkstatt, eine Textilwerkstatt, ein großes Lager für alles mögliche, aber vor allem Altmetall und natürlich die Keramikwerkstatt, wegen der ich hin wollte.

Generell zur Betreuung kann ich sagen, es gab immer wieder Rücksprachen und ich konnte mir wann immer nötig Hilfe sowie Feedback holen. Vergütung gab es wie oben erwähnt keine. Allerdings musste ich nichts für das Material oder die Benutzung der Werkstätten zahlen. Die normalen Resident-Artists müssen das allerdings schon. Gesprochen wurde hauptsächlich englisch, da die Künstler aus aller Welt kommen, hat das Sinn gemacht. Neben meiner eigenen Arbeit war der Austausch mit den anderen Residents auch extrem interessant. Ich habe nun guten Kontakt mit Künstlern aus England, Finnland, Italien, Spanien, Polen, Kenia. Die vielen Dialekte im Englischen waren auch sehr spannend zu beobachten: britisches, schottisches, amerikanisches und australisches Englisch können schon stark unterschiedlich klingen.

Die Aufgabe

Meine Aufgabe in der Factory bestand darin, einen Weg zu finden, keramische Glasuren aus lokalen und upgecycelte Rohstoffen her zu stellen. Diese Aufgabe hat sich als erstaunlich komplex entpuppt. Beim Sichten der zu Verfügung stehenden keramischen Materialien ist mir aufgefallen, das die Rohstoffe aus Norwegen importiert und von Reykjavik aus in Island weiter verkauft werden. Norwegen bezieht die Tonpulver, Massen und Glasuren allerdings überwiegend aus Deutschland und so habe ich heraus gefunden, das es sich zum Beispiel beim dort verwendeten Ton um die Fertigmasse K112 von Sibelco handelt, Sibelco sitzt in Ransbach- Baumbach, das ist direkt neben Höhr-Grenzhausen. Der Ton kommt also genau von dem Ort, an dem ich studiere.

So konnte ich dann auch eine Idee davon bekommen, warum ein 10kg Paket Ton nicht wie bei uns 6-8€, sondern umgerechnet 40-50€ kostet. Mit den anderen Rohstoffen ist es ähnlich. Alles war mindesten 2-5 mal teurer. Als erstes habe ich mit Sibelco Kontakt aufgenommen und versucht eine direkte Belieferung auszuhandeln, was allerdings nicht geklappt hat, da sie verständlicherweise ihren Händler in Reykjavik nicht tunneln wollten.

Gerade da Island eine Vulkaninsel ist, konnte ich mir aber auch nicht vorstellen, dass es unmöglich wäre, etwas hilfreiches direkt vor Ort zu finden.

Die Idee

Ich habe mich über die geologischen Gegebenheiten auf der Insel und die Zusammensetzungen der verschiedenen Gesteine informiert und über Betonfirmen erkundigt, da ich der Ansicht war, irgendjemand würde vor Ort sicher Steine zu Staub zermahlen. Das hatte sich aber als Sackgasse herausgestellt da die lokalen Geologie-Institute verhältnismäßig paranoid auf alle Ideen von Eingriffen in die Natur (Entnahme und Pulverisierung von Steinen…) reagiert haben und da die Betonindustrie vor Ort ungefähr einen Monat bevor ich gekommen bin, den Betrieb überwiegend eingestellt haben und von nun an ebenfalls alles importieren. Also habe ich mich über Verfahren zur Steinzerkleinerung schlau gemacht und verschiedene Möglichkeiten durchgespielt. Ich habe noch nie zuvor eine wirkliche Maschine gebaut und hatte nur diverses, gut sortiert gelagertes Altmetall zur Verfügung, das von der früheren Factory aber auch aus allen möglichen anderen Quellen seinen Weg ins zugige Lager der Residency gefunden hatte.

Bei meinen Recherchen bin auf einen interessanten Ansatz gestoßen, der von amerikanischen Goldsuchern für den DIY-Enthusiasten optimiert und in diversen Anleitungen (zum abenteuerlichen Eigenbau) im Netz verbreitet wurde: Die Hammermühle. Aus den vielen verschiedenenTutorials und industriellen Bauplänen die ich finden konnte habe ich, soweit ich es durchschaut habe, das Grundprinzip extrahiert. Dann habe ich einen Plan entwickelt wie ich es mit dem vorhandenen Stahl umsetzen könnte und damit begonnen eine solche Steinmühle zu bauen.

Im Endeffekt habe ich über einen Monat an der Maschine konstruiert und es hat schließlich erstaunlich gut funktioniert. Habe ich einen Stein in die, von einem Winkelschleifer angetriebene und bedrohlich heulende Maschine gesteckt, so hat es kurz geklackert und dann in etwa das gleiche Geräusch gemacht, wie wenn man die leere Plastikverpackung von mit Schokolade überzogenen Butterkeksen in der Hand zerknüllt. Dann war der Stein weg und die Maschine hat feines Pulver ausgespuckt.

Das Ergebnis

Mit der Maschine habe ich weißes Altglas, Basaltsteine, ein anderes magnesiumhaltiges Gestein das ich nicht näher bestimmen konnte so wie Muschelschalen (Calcium ist ein wichtiger keramischer Rohstoff) zerkleinert. Als färbendes Oxid habe ich hauptsächlich den Stahl-Staub (Eisenoxid) vom Arbeiten mit dem Winkelschleifer aus der Metallwerkstatt gesammelt.

Außerdem habe ich schließlich herausgefunden, dass der billigste Sand, den es im Baumarkt vor Ort gibt, im Prinzip auch reiner Basaltsand ist und aufgrund seiner Korngröße zwar nicht so gut für Glasuren funktioniert, aber dafür prima als Schamotte (im Temperaturbereich des Ofens vor Ort) geeignet ist. Mischt man die keramische Masse selbst aus Tonpulver und dem isländischen Basalt Sand, kann man so die Kosten mehr als halbieren. Um Testplättchen herzustellen (und weil es ein unglaublich praktisches Werkzeug ist, das meiner Meinung nach in keiner Keramikwerkstatt fehlen sollte) habe ich außerdem aus dem vorhandenen Metall eine Strangpresse hergestellt (auch etwas, das ich noch nie zuvor getan habe).

Als es schließlich um das Brennen der ersten Glasuhrrohstoffe ging, gab es eine richtige Krisensitzung, da eine Keramikerin aus Reykjavik erzählt hat, das eine bestimmte Vulkanasche ihren kompletten Ofen zerstört hat. Die Tatsache das so etwas überhaupt passieren kann war mir neu, wodurch ich mich berufen fühlte, mich über die Zusammensetzung von Vulkanaschen zu informieren. Das Hauptproblem sind hier Chloride, die beim Brand frei werden und alle Metallteile im Ofen angreifen. Das galt es also peinlich genau zu berücksichtigen, in Höhr-Grenzhausen hätte ich es vermutlich einfach darauf ankommen lassen, aber dort kostet es ja auch mehr als zehnmal weniger einen Ofen zu reparieren und die Ersatzteile sind praktisch sofort verfügbar.

Die Brenntemperatur des Ofens vor Ort war ebenfalls eine Herausforderung. 1020-1060°C ist für normale Gebrauchskeramik sehr niedrig, wodurch ich ein adäquates, ungiftiges und vor allem in Stöðvarfjörður günstig zu beschaffenens Flussmittel finden musste. Im ersten Ansatz habe ich mich mit Asche-Analysen auseinandergesetzt. In früherer Zeit wurde Kalium aus Pflanzenasche gewonnen. Kalium ist ein prima Flussmittel, das Problem hierbei war aber, dass Aschen das meiste Kalium in Form von Kaliumchlorid enthalten, also das “böse” Chlor so wieder im Spiel wäre. Wäscht man die Aschen, wird man die Chloride zwar los, aber auch das Kalium. Um diesen Ansatz weiter zu verfolgen hätte ich einen Ofen ohne Metallteilen bauen und mit Gas oder Öl befeuern müssen, um Altglas mit Asche zu verschmelzen. So hätte sich das Chlorid gelöst, das Kalium aber mit dem Glas verbunden. Den Vorgang nennt man Fritten, das Resultat wäre ein hoch kaliumreiches Glas mit extrem niedrigem Schmelzpunkt. Das zerkleinern des Fritten-Glases wäre dank meiner Maschine kein Problem gewesen und auch wenn die Steine für einen Ofenbau vorhanden gewesen wären, die Zeit dafür war einfach zu kurz. Trotzdem bin ich sehr froh mich in diese Thematik eingearbeitet zu haben, ich hatte vorher von Aschen und von Frittenherstellung keine Ahnung.

Was es auf Island neben dem Sand aus dem Baumarkt ebenfalls extrem günstig gibt, ist Salz und Soda. Natrium ist wie Kalium ein gängiges Flussmittel, Salz (Natriumchlorid) schied wegen des Chlors aus, aber Soda ist Natriumcarbonat, der Kohlenstoff verdampft und stellt daher kein Problem da. Eigentlich hätte man das Soda ebenfalls erst mit Glas zur Fritte verschmelzen müssen, da es wasserlöslich ist. Wasserlösliche Stoffe werden selten für Glasuren verwendet, da es unvorhersehbar ist, wie das Wasser beim Trocknen durch die Glasurschicht und den Ton wandert und daher auch absolut nicht bestimmbar ist wo sich das darin gelöste Natrium dann so ablagert. Aber diesen Kompromiss konnte ich eingehen. Die vor Ort verwendete Masse hätte ohnehin höher gebrannt werden müssen, da hat ein wenig Natrium, das mitunter auch mal den Schmelzpunkt der Masse selbst etwas nach unten zieht, nicht geschadet.

So habe ich im letzten Monat ein vierdimensionales Testsystem aus Basaltsand, Recycling Glas, Ton und Muschelkalk erstellen können, davon ausgehend dann auch einige sinnvolle Basisglasuren entwickelt und sogar einige kleine künstlerische Arbeiten ausprobieren können.

Fazit

Insgesamt eine der besten Entscheidungen, die ich je gemacht habe. Wenn man mit der verhältnismäßigen Abgeschiedenheit klarkommt, definitiv zu empfehlen. Planung muss mit genug Vorlauf angegangen werden.

Forschungspraktikum in Limerick, Irland, 6 Monate 2021-22

Durch den Uni Trier Email-Verteiler wurde ich auf eine Online-Veranstaltung aufmerksam gemacht, in der über ERASMUS Auslandspraktika informiert wurde. Motiviert durch die Veranstaltung, habe ich mich recht unkompliziert (und zunächst komplett online) auf der ERASMUS Website für ein Auslandspraktikum angemeldet und vier Wunschländer angegeben, woraufhin ich Mail-Adressen von verschiedenen Universitäten in den gewählten Wunschländern erhielt. Da ich ein Forschungspraktikum im Sinn hatte, schaute ich mir die entsprechenden Websites der Universitäten an und wählte die für mich interessantesten Forschungsthemen aus.

Ich habe mich für ein spannendes Themengebiet in der Sozialpsychologie entschieden, zu dem meine spätere Betreuerin aktuell an der Universität Limerick (UL) forscht und habe ihr einfach eine Mail geschrieben mit der Frage, ob sie ab Oktober eine Forschungspraktikantin/-assistentin gebrauchen könne und welche Unterlagen sie in diesem Fall gern von mir hätte. Also verfasste ich ein Motivationsschreiben, sowie einen Lebenslauf und suchte mir an der Universität Trier eine Dozentin, mit der ich möglichst viele Seminare zusammen hatte, um mir von ihr ein Empfehlungsschreiben ausstellen zu lassen. Abschließend wurde ich von meiner späteren Betreuerin zu einem Kennenlerngespräch eingeladen, in dem wir klar unsere Erwartungen und Ziele ausgetauscht haben und grob die Rahmenbedingungen abgeklärt (Arbeitszeit, Dauer, Start, Unterkunft etc.), bevor sie mir dann eine Zusage gab!

Ich habe sie Ende Februar angeschrieben und würde immer empfehlen, genügend Zeit zwischen der Suche und dem tatsächlichen Start des Praktikums einzuplanen und eventuell abweichende Semestertermine/-ferien zu bedenken. Für ein möglichst umfangreiches Praktikum mit vielen Einblicken, habe ich mich außerdem dazu entschieden, das komplette 7te Semester (also 6 Monate vom 1.10.2021 – 31.03.2022) in Irland zu verbringen. Um es kurz vorwegzunehmen, das war die beste Entscheidung überhaupt.

Vorbereitung und Anreise

Im Vorfeld habe ich auf Seiten wie property.ie, rent.ie oder mein Favorit daft.ie nach Wohnungen oder Zimmern gesucht. Da ich mit meinem Freund zusammen nach Irland aufgebrochen bin, hat sich eine Studierendenunterkunft (s. accommodation.ul.ie) in diesem Fall nicht angeboten. Zudem besteht in ganz Irland ein anhaltender Wohnungs- und Zimmermangel, der auch deutlich in Gesprächen mit den Masterstudierenden an der UL zu spüren war. Wie immer heißt es auch hier, früh anfangen mit der Suche, genügend Geld einplanen und nach zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten umhören, wie zum Beispiel das AuslandsBAföG, da die monatliche Zahlung des ERASMUS Programms (wie bei mir) vermutlich lediglich die Monatsmiete abdeckt.

Da wir auf Anhieb nichts finden konnten, haben wir für die ersten 14 Tage eine Unterkunft auf Airbnb gebucht und uns dann vor Ort zusätzlich in den Lokalzeitungen nach Wohnungen umgeschaut. Letztendlich sind wir in einem wunderschönen Cottage-Dorf in Puckaun gelandet (gefunden auf daft.ie), das jedoch mit dem Auto 40 Minuten von der Uni entfernt gelegen war. Zwar kommt man rund um Limerick günstig und schnell mit dem Bus voran, trotzdem ist es natürlich schöner in der Nähe des Campus‘ zu wohnen und spontane Pub-Besuche mit Freund*innen mitzunehmen. Mit dem Auto sind wir im Übrigen auch nach Irland gereist und haben uns neben ein paar schönen Städten auf dem Weg (Brügge, Manchester..) ebenfalls zwei Fährenüberfahrten gegeben. Teuer aber fantastisch ist denke ich das Fazit hier.

Mein Alltag an der Universität Limerick

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, in der ich mich hauptsächlich in relevante Literatur eingelesen habe, an einem Masterseminar teilgenommen und in verschiedenen Forschungslaboren vorgestellt wurde, ging es los mit der Arbeit an Projekten. Darunter waren auch zwei Projekte, in denen ich die Führung übernahm und neben Recherche und Datenanalyse, ebenfalls wöchentliche Treffen mit allen Beteiligten wahrnahm.

Fast nebenbei konnte ich mich in das Statistikprogramm R einarbeiten, Grundlagen in Python lernen (gratis Kurs an der Uni) und wie man Netzwerkmodelle erstellt. Die Motivation dafür kam zum Großteil aus mir. Ich hätte das definitiv nicht in dem Ausmaß lernen müssen und hätte jederzeit auch andere Projekte übernehmen können, die weniger mit dem Programmieren zu tun haben. Ich habe im Alltag eigentlich kein Deutsch gesprochen, außer ab und zu mit meiner Betreuerin (die zufällig auch aus Deutschland kam) und meinem Freund.

Durch das Masterseminar am Anfang habe ich Kontakt zu den Masterstudierenden an der Psychologie aufgenommen und bin bei einem Abend im Pub meinen späteren Freund*innen begegnet, mit denen ich ab da an viel unternommen habe. Die Forschungslabore behandelten außerdem verschiedenste Themen wie Sozialkognition, soziale Identitäten, soziale Dynamiken und vieles mehr. Sie fanden oftmals einmal pro Woche statt und zu jedem Treffen hat die ganze Gruppe (bestehend aus Forschenden und Doktorand*innen oder Postdocs) aktuelle Paper gelesen und sie anschließend im Plenum diskutiert. In einem dieser Labore konnte ich mir durch eine Präsentation, Feedback zur weiteren Bearbeitung eines Projektes holen. Dazu kamen dann noch kleinere Aufgaben, wie z.B. das Anfertigen gemeinsamer Arbeitsdokumente, Kurzfilme schauen und diskutieren für ein Bachelor-Seminar und die Leitung eines Projektstandes während der Science Week, bei dem ich mit Grundschulkindern ein Experiment zur Unzuverlässigkeit von Augenzeugenberichten durchführte. Ich konnte mir meine Zeit, bis auf die festen Meetings, eigentlich frei einteilen und habe mich dann jeden Freitag online mit meiner Betreuerin getroffen, um kurz die Woche zu reflektieren.

Apropos online.. bedingt durch Covid-19 war es mir in der ersten Zeit (Oktober bis Januar) kaum möglich an der Uni zu arbeiten, was aber durch die vielen Campingausflüge und Städtetrips nicht allzu sehr ins Gewicht fiel. Ab Februar schlich sich ein angenehmes „Normalitätsgefühl“ beim Kaffeetrinken mit Kolleg*innen und gemeinsamen Mittagspausen ein.

Eine Vergütung bekam ich für die Zeit im Praktikum nicht. Allerdings wurde mir eine bezahlte Stelle auf Stundenbasis an der UL angeboten, um die angefangenen Projekte abzuschließen, die ich nach so einer langen Zeit natürlich auch ungern an jemand anderes abgeben wollte.

Fazit

Das war das beste, intensivste und lehrreichste Praktikum, das ich bisher erleben durfte. Alle Kolleg*innen waren uneingeschränkt hilfreich, wertschätzend und kompetent. Ich bin mir sicher, dass die Arbeitsbeziehungen und Freundschaften nicht mit meiner Rückkehr nach Deutschland enden und freue mich unheimlich auf die nächsten Monate und die daraus entstehenden Publikationen.

Ich habe in der Zeit sehr viel über mich und meine Arbeitsweisen gelernt und bin definitiv daran gewachsen. Beispielsweise besteht nun auch kein Zweifel mehr daran, dass ich in der Forschung tätig sein möchte und die nächsten Schritte dazu sind (auch teilweise durch das Praktikum und hervorragende Referenzen) in greifbarer Nähe.

Darüber hinaus ist Irland der Wahnsinn und nicht nur bekannt für die endlosen Wiesen, Kühe, Schafe, Regenbögen und Kleeblätter, sondern außerdem ein Surfer*innenparadies. Es bietet sogar Möglichkeiten für Wildvögel- und Walbeobachtungen! Die einzige Empfehlung zum Schluss: Irland ist im Sommer sicher noch schöner als im Herbst/Winter und trotzdem blicke ich schon jetzt nostalgisch auf die Zeit zurück.

Wiener Stadtverwaltung von innen: Das Magistrat 40, Österreich, 2 Monate 2021

Vorbereitung und Anreise

An dem Hochschulinformationstag der HöV im Juni 2019 hat sich das Erasmus+-Programm vorgestellt und uns die Möglichkeit vermittelt, im Rahmen unserer Gastausbildung, ins Ausland zu gehen. Deshalb war mir schon vor Beginn des Studiums klar, dass ich ins Ausland gehen möchte und ich bin froh, dass mein Dienstherr eine Gastausbildung im Ausland auch befürwortet hat. Aufgrund meines nicht vorhandenen englischen „Knowhows“ und die zahlreichen Praktikumsberichte, die auf der Homepage der HöV zu finden sind, habe ich mich dazu entschlossen, mich bei der Stadt Wien zu bewerben. Meine Bewerbung habe ich an Dr. Christian Wimmer geschickt, der für die Koordination der Praktikanten zuständig ist. Meine Infos habe ich aus der Website der Stadtverwaltung gezogen, die extra für ausländische Praktikumsbewerber erstellt worden ist. Da ich mich schon im September 2019 beworben hatte, erhielt ich innerhalb von einer Woche die Zusage von Herrn Dr. Wimmer. Als Einsatzbereich wählte ich die „Leistungsverwaltung“. Somit hatte ich meinen Praktikumsplatz schonmal in der Tasche. Kurz nach Weihnachten 2020 habe ich mich auf Wohnungssuche begeben und mich um den Erasmus+-Antrag gekümmert. Da bei den Erasmus+-Anträgen eine Unterschriftenreihenfolge eingehalten werden muss, empfehle ich jeden diesen so früh wie möglich einzureichen um noch genügend Zeitpuffer für Komplikationen zu haben. Meine Unterkunft habe ich auf AirBnB angefragt. Meine Unterkunft war zwar nicht unbedingt luxuriös, aber für die zwei Monate hat sie auf jeden Fall gereicht. Des Weiteren habe ich ein AirBnB bevorzugt, da ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, was uns Corona im Sommer so bringen wird, und ich die Stornierungsmöglichkeiten des Anbieters nicht missen wollte.

Die Wiener Stadtverwaltung, mein Arbeitgeber

An meinem ersten Tag wurde ich herzlich durch die Sekretärin des MA 40, Sozialzentrum 2 Walcherstraße empfangen. Nach ein paar Unterschriften und der Schlüssel-/ Kartenübergabe wurde ich von meinem Gruppenleiter abgeholt, meiner Betreuerin und schließlich allen anderen Mitarbeitern des 5. Stocks vorgestellt. Allein in diesem Sozialzentrum arbeiten 140 der insgesamt ca. 67.000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Das Sozialzentrum der Walcherstraße ist für die Mindestsicherung des 1.-8., sowie des 20. Bezirks zuständig. Schön fand ich, dass ich in jedes Gebiet reinschnuppern durfte, d.h., dass ich unter anderem bei der Kanzlei (Postverteilung, Koordination), bei den Referenten (Sachbearbeiter der Mindestsicherung) und bei den Sozialarbeitern (zuständig z.B. für einmalige Sonderzahlungen und Klientengespräche) einen Einblick bekommen konnte. Interessant für mich war das Ausmaß der Verwaltung zu sehen, da ich ja eher kleinere Verwaltungen gewohnt bin. Des Weiteren war ich froh mich in meiner Muttersprache verständigen zu können, obwohl ich das direkte Wienerisch auch nicht auf Anhieb verstehen konnte. Meine Arbeitszeit betrug von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr (mit einer inkludierten Mittagspause von einer Stunde). Zu meinen Aufgaben zählten die Überprüfung der Anträge auf Mindestsicherung auf Vollständigkeit, die Überprüfung der jeweiligen Personendaten durch Systemabfragen, die Unterstützung bei Beratungen innerhalb der Servicezone im Kundenkontakt und das Anfordern und das anfängliche Bearbeiten von Anträgen. Eine gesonderte Vergütung habe ich von der Stadt Wien nicht erhalten, da ich meine vollständige Besoldung von meiner Stammbehörde erhalten habe.

„Wien — Burgtheater 1“ by dugspr — Home for Good is licensed under CC BY-NC 2.0

Fazit

Es war die richtige Entscheidung ins Ausland zu gehen und damit neue Erfahrungen zu sammeln. Manchmal muss man sich auch einfach mal was trauen. 😉

Praktikum bei einer NRO zu Klimaschutz und Klimawandel, Ungarn, 3 Monate 2021

Einleitung

Sitzungssaal im Parlament in Budapest, Foto privat

Im Zuge meines Bachelorstudiums Klimaschutz und Klimaanpassung ist eine dreimonatige Praxisphase vorgesehen, welche ich mich entschloss, im Ausland zu absolvieren.
Das Hauptkriterium für die Wahl des Landes war, eine neue Kultur kennenzulernen und auch die Landessprache sollte mir noch unbekannt sein. Außerdem wollte ich gerne in Europa bleiben, um die Arbeit in der EU besser kennenzulernen. Nach der Kontaktierung verschiedener Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NROs) im Umweltschutz entschied ich mich für ein Praktikum bei der NRO CEEweb for Biodiversity in Budapest, Ungarn. Dort arbeitete ich drei Monate vom 1. September bis zum 30. November 2021 im Klimaschutz an dem Projekt „Game On! Don’t let climate change end the game!“ mit.

Vorbereitung und nützliche Tipps

In der Tram, Foto privat

Meiner Erfahrung nach sind Initiativbewerbungen in der Regel gerne gesehen und wenn man im Vorhinein schon mal eine nette Anfrage mit kurzer Vorstellung schreibt, spart man sich auch jede Menge Arbeit an Bewerbungsschreiben. Natürlich ist es gut, schon früh mit der Planung anzufangen, ein halbes Jahr im Voraus war für mich passend, um als Freemover mein Praktikum selbst zu organisieren. Wenn man sich auf Stellenausschreibungen im Ausland bewerben möchte, sollte man eventuell zwei bis drei Monate mehr einplanen, um den Fristen gerecht zu werden.


Die Wohnungssuche in Ungarn hat sich als kompliziert herausgestellt. Da ich in Deutschland schon seit fünf Jahren in einer WG wohne und sich das immer als sehr kommunikativ erwiesen hat, plante ich auch in Budapest in eine WG zu ziehen, um mit den Ungarn möglichst viel in Kontakt zu kommen und auch richtigen Kulturaustausch zu erleben. Während in Deutschland WG-gesucht.de einen wunderbaren Überblick über freie Zimmer liefert, hat Ungarn keine derartige Website. Die gängigen Seiten waren für Langzeitmiete und meistens für ganze Wohnungen und dementsprechend teuer. Die Lösung dazu ist Facebook, wo man in verschiedenen Gruppen nach Inseraten suchen kann, die ein Zimmer anbieten. Nach langer Suche fand ich dann auch eine drei-Personen WG mit guter Lage und Preis.
Mit großer Enttäuschung musste ich leider feststellen, dass die WG in Ungarn nicht mit Deutschland zu vergleichen war. Letztendendes war die Situation so unangenehm, dass ich nach anderthalb Monaten auszog und die restliche Zeit in einem Hostel verbrachte. Bei Gesprächen mit anderen Ungarn hat sich herausgestellt, dass ich zwar auf besonders unsoziale Mitbewohner gestoßen war, das WG-Leben in Ungarn aber generell nicht so kommunikativ wie in Deutschland ist und mehr zu Zweck-Gemeinschaften tendiert wird. Demnach kann ich nicht wirklich zu WGs mit Anwohnern in Ungarn raten, vielmehr ist es sinnvoll, sich rechtzeitig um einen Platz in einem AirBnB zu kümmern, selbst wenn dieser teurer sein sollte, oder eine WG mit anderen Internationalen zu wählen.

Budapest, Ausblick auf rechte Seite der Donau (Pest), Foto privat

Kultur

Anders als meine Mitbewohner waren meine Kollegen sehr freundlich, höflich und hilfsbereit und haben mich direkt ins Team integriert. Ich würde die Kultur allgemein als sehr höflich, ruhig und zu Fremden eher distanziert einschätzen. Anders als in südlichen Ländern gibt es hier kein Hupen auf den Straßen, keine lauten Ausrufe, aber auch weniger lächelnde Begrüßungen im Alltag. Die Ungarn, die ich besser kennen lernen durfte, waren dafür sehr gastfreundlich und lieb.

Budapest, Ausblick auf linke Seite der Donau (Buda), Foto privat

Gastunternehmen

CEEweb ist eine sehr engagierte internationale Organisation, die ich uneingeschränkt als Praktikumsplatz weiterempfehlen kann. Meine Aufgaben waren vielseitig und nützlich und ich hatte das Gefühl, mich sehr gut einbringen zu können. Von Beginn an wurde ich sofort in die Arbeit integriert, meine Meinung wurde zu vielen Aspekten erfragt, berücksichtigt und wertgeschätzt. Vergütung kann die NRO nicht anbieten, da die eigene Finanzierung auf Fördermitteln beruht und diese nur begrenzt vorhanden sind. Die Arbeitssprache bei CEEweb ist Englisch, wenngleich fast alle Mitarbeiter Ungarn sind.


Zwar kann ich spezifisch von meinen Aufgaben berichten, allerdings kann man diese nicht für andere Praktika bei CEEweb generalisieren, da jedes Projekt einzigartig ist und die Aufgaben damit stark variieren, sogar schon im Rahmen eines einzelnen Projektes je nach Umsetzungsphase. Ich habe während meiner Zeit dort viel Recherche betrieben, Texte geschrieben, Videos gefilmt, Öffentlichkeitsarbeit betrieben sowie bei der Planung und Umsetzung von Veranstaltungen mitgewirkt. Die Arbeitsmenge war immer adäquat zu den Arbeitszeiten, sodass alles gut zu bewältigen war, man sich aber nie langweilen musste. In meinem Projekt war die Arbeitszeit flexibel, aber im Grunde genommen ging ein Arbeitstag von neun Uhr morgens bis fünf Uhr abends. Die Betreuung war exzellent, alle Aufgaben wurden klar kommuniziert und auf Nachfragen immer mit Erklärungen reagiert. Abgesehen von meinem Vorgesetzten waren noch zwei andere direkte Ansprechpartner für mich in der Organisation, welche ich bei Problemen auch hätte kontaktieren können.

Fazit

Während meines Praktikums habe ich sehr viel gelernt, sowohl bei CEEweb über die Arbeit von NROs und EU-Projekten als auch außerhalb der Organisation, kulturell über Land und Leute. Ich kann ein Praktikum hier durchaus empfehlen, Budapest ist eine schöne Stadt, Ungarisch eine faszinierende bis schon fast lustige Sprache und CEEweb ist ein sehr angenehmes Unternehmen. Generell sind Auslandsaufenthalte grundsätzlich immer lehrreich und für mich war es eine gute Möglichkeit, in den Kulturraum Osteuropas Einblick zu gewinnen.

Donauknie bei Visegrád, Foto privat

Fremdsprachenassistentin in England, 4 Monate 2021-22

Vorbereitungen

Die Vorbereitungen waren in Bezug auf Praktikumsplatz und Wohnungssuche einfach: Eine Dozentin an meiner Universität im Fachbereich Anglistik, die gute Beziehungen mit vielen englischen Schulen hat, gab mir eine Liste mit Schulen, die in der Vergangenheit bereits Fremdsprachenassistent*innen aufgenommen hatten. Ich suchte mir eine aus, schrieb eine Bewerbung und wurde eingestellt. Eine der Lehrerinnen an dieser Schule hatte wiederum eine Bekannte, die mir für die Zeit des Praktikums ein Zimmer vermietete.

Extrem schwierig waren dagegen die rechtlichen Hürden, welche es zu überwinden galt. Da das Vereinigte Königreich nicht mehr in der EU ist, benötigen Studierende für die Aufenthaltserlaubnis ein Visum, die sogenannten T5 Worker Visa. Erasmus teilte mir dies auch frühzeitig mit und ich kümmerte mich mit viel Vorlauf darum. Dennoch war der Prozess bis zur Erteilung dieses Visums so schwierig, dass ich meine Stelle nicht wie geplant am 20.09.21 antreten konnte, sondern erst am 01.11.21, da ich mein Visum erst Mitte Oktober erhielt und bis dahin natürlich keinen Flug buchen konnte. Zum Beispiel benötigte ich, um überhaupt den Onlineantrag für das Visum auszufüllen, ein ‚Certificate of Sponsorship‘ vom British Council. Die geschätzte Bearbeitungszeit für die Erteilung dieses Dokuments gibt das BC selbst auf seiner eigenen Homepage mit 4 Wochen an. Gewartet haben ein Kommilitone aus Trier und ich darauf aber mehr als 12 Wochen. Und erst dann konnten wir unsere Visaanträge überhaupt stellen. Das Verfahren war lang, nervenaufreibend und kostspielig. Es gab keine Ansprechpartner*innen an den entsprechenden Stellen, man wurde, wenn überhaupt, nur mit hohlen Phrasen vertröstet.

Gastunternehmen

Arnewood School

Mein Gastunternehmen war die Arnewood School in New Forest. Von diesem Unternehmen kann ich nur Positives berichten. Insbesondere waren die betreuenden Lehrkräfte sehr freundlich, der Alltag war strukturiert und meine Aufgaben waren klar formuliert. Ich hatte den Eindruck, dass meine Anwesenheit als Gewinn angesehen wurde, und fühlte mich schnell als Teil des Kollegiums. Eine besonders enge Beziehung hatte ich zu meinen betreuenden Lehrkräften, die mir alles zeigten und sich sehr bemühten, dass der Aufenthalt auch für mich gewinnbringend und angenehm war. Eine zusätzliche Vergütung zahlte die Schule nicht. Die Sprache war Englisch und ich konnte meine Sprachkenntnisse verbessern, da alle sehr hilfsbereit waren, auch die Schüler*innen.

Insgesamt lautet mein Fazit:

Der Aufenthalt an sich war sehr gut, auch wenn er wegen der Covid-19 Pandemie vorzeitig endete. Ich konnte wertvolle Erfahrungen sammeln und habe viele Menschen kennengelernt, mit denen ich noch lange weiterhin den Kontakt halten möchte.

Die Vorbereitungen waren allerdings fast unmöglich. Letztendlich hatte ich großes Glück, dass ich überhaupt die Reise antreten konnte. Hätte mich meine Familie nicht während der Verzögerungen unterstützt, hätte ich das Vorhaben ganz aufgeben müssen, denn ich habe zwei Monate ohne Wohnung und Arbeit dagestanden. Ich würde einen Aufenthalt in England derzeit nicht empfehlen und hoffe, dass die Einreisebestimmungen bald wieder besser gestaltet werden können. Der gegenwärtige Zustand ist nicht haltbar und wird dem akademischen Austausch wohl sehr schaden.

Weitere Erfahrungsberichte folgen in Kürze…